Agrarrohstoffe erfüllen wichtige Aufgaben – nicht nur in der US-Wirtschaft, sondern auch im Welthandel und auf den Finanzmärkten. Zu diesen Rohstoffen gehören Grundnahrungsmittel wie:
- Weizen,
- Mais,
- Sojabohnen,
- Kaffee,
- Kakao,
- Lebendvieh,
- Magerschweine und
- sonstige landwirtschaftliche und Nutztierprodukte.

Sie liefern viele Bausteine für die weltweite Nahrungsversorgung, aber auch kritische Materialien für die Produktion von Textilien, Pharmazeutika, Biokraftstoffen und mehr. Kurz gesagt: Agrarrohstoffe sind unerlässlich sowohl für das Leben und Überleben der Menschen als auch für die industrielle Produktion.
Schon gewusst?
Sie wissen vielleicht, dass Mais sehr vielseitig verwendbar ist: als direkte Nahrungsquelle oder zur Herstellung von Süßstoffen wie Maissirup, auch HFCS genannt. Vielleicht wissen Sie sogar, dass man daraus Biokraftstoffe wie Ethanol gewinnen kann. Aber hätten Sie gewusst, dass noch ganz andere Produkte damit hergestellt werden? Zum Beispiel Briefumschläge und Sandpapier sowie pharmazeutische Produkte wie Antibiotika?

Viel mehr als landwirtschaftliche Erzeugnisse …
Agrarrohstoffe, auch Soft Commodities genannt, sind viel mehr als nur landwirtschaftliche Erzeugnisse – sie sind Treiber für die Wirtschaft, Finanzinstrumente und Schlüsselkomponenten des Welthandels.
So trägt die Landwirtschaft erheblich zum BIP der USA bei und unterstützt die Wirtschaft durch Millionen von Jobs in vielen Branchen: von der Landarbeit über die Lebensmittelverarbeitung bis hin zum Transport- und Finanzwesen. Da diese Rohstoffe meist stark gehandelt werden, können sich ihre Preise auf die Inflation, das Kaufverhalten der Verbraucher/-innen und die Ernährungssicherheit auswirken. So kann ein Anstieg der Maispreise die Kosten von Gütern in vielen weiteren Branchen in die Höhe treiben – z. B. von Fleisch, Getränken und Kraftstoff –, da er für die Produktion von Futtermitteln, Süßstoffen und Ethanol wichtig ist.
Anders als die meisten Produktionsgüter werden Agrarrohstoffe jedoch saisonal produziert. Das Angebot wird zudem durch Faktoren wie das Klima, Anbauzyklen, Erntezeiten und Krankheiten beeinflusst, die alle generell dazu führen können, dass die Volatilität und die Risiken am Markt steigen.
Wer Agrarrohstoffe handelt oder in solche Produkte investiert, schützt sich in der Regel vor diesen Risiken durch bestimmte Finanzinstrumente, vor allem Futureskontrakte. Agrarrohstoffe sind für die Finanzmärkte unerlässlich, weil sich Produzenten, Verbraucher/-innen und Anleger/-innen damit gegen volatile Preise absichern können. Futureskontrakte sind hierfür das primäre Mittel, da sie die Möglichkeit bieten, Preise frühzeitig festzuschreiben.

Großanleger, Hedgefonds und Berater für Rohstoffgeschäfte handeln diese Kontrakte auch im Rahmen breiter gefasster Strategien, da diese Märkte Liquidität bieten sowie Möglichkeiten zur Preisermittlung und für das Risikomanagement – alles zentrale Funktionen einer effizienten Weltwirtschaft.
Im Laufe dieses Kurses werden wir noch genauer auf diese Themen eingehen. Außerdem werden wir die einzigartige Rolle hervorheben, die Agrarrohstoffe auf den Finanzmärkten spielen. Und in den nächsten Videos decken wir die Grundlagen ab: Was sind Agrarrohstoffe? Wie werden sie gehandelt? Und welche Teilnehmer sind an den Märkten aktiv? Wir sehen uns die wichtigsten Risiken dieser Produkte an sowie offizielle Berichte dazu, wie man diese Trading- und Anlagerisiken vorhersehen und mindern kann. Außerdem zeigen wir anhand von echten Beispielen, wie Agrarrohstoffe Finanzmärkte, Volkswirtschaften und den Welthandel beeinflussen können.











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